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SMART-Ziele Beispiele: acht Ziele für Beruf und privat, Schritt für Schritt formuliert

Acht ausformulierte SMART-Ziele mit echten Zahlen, die fünf Kriterien einfach erklärt, eine Anleitung in fünf Schritten, Übungen und der Weg vom Jahresziel bis zum heutigen Schritt.

Inhalt
  1. Was sind SMART-Ziele? Die fünf Kriterien einfach erklärt
  2. Warum SMART-Ziele wirken
  3. SMART-Ziele formulieren in fünf Schritten
  4. SMART-Ziele Beispiele für Beruf und privat: acht ausformulierte Ziele
  5. Häufige Fehler bei SMART-Zielen
  6. SMART vs. OKR, 12-Wochen-Jahr und Zielkette: was passt wann?
  7. SMART-Ziele in der Zielkette: vom Jahr bis zum Tag
  8. Häufige Fragen zu SMART-Zielen

SMART-Ziele Beispiele gibt es im Netz zu Hunderten, und fast alle enden beim fertigen Satz. Ein SMART-Ziel ist spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert: Aus „Ich will abnehmen“ wird „10 kg abnehmen bis 31.12.2027, mit drei Trainingseinheiten pro Woche“. Hier bekommst du SMART einfach erklärt, mit acht ausformulierten Zielen für Beruf und privat, fünf Schritten, drei Übungen und dem Weg vom Jahresziel bis zum heutigen Schritt.

Blaue Zielscheibe mit türkisem Mittelpunkt neben einer Karte mit fünf abgehakten Zeilen in Blau bis Türkis, verbunden durch eine gepunktete Linie, auf hellem Grund mit viel Weißraum

Was sind SMART-Ziele? Die fünf Kriterien einfach erklärt

SMART ist eine Merkhilfe: Jeder Buchstabe ist eine Prüffrage an ein Ziel. Wer nach „den 5 SMART-Zielen“ sucht, meint nicht fünf Ziele, sondern die fünf Kriterien eines einzigen Ziels. Ein Beispiel begleitet dich durch die Seite: Jonas wiegt 88 kg und will ab dem 1. Januar 2027 in zwölf Monaten auf 78 kg.

  • S wie Spezifisch. Was genau soll am Ende anders sein? „Abnehmen“ ist eine Richtung, „10 kg weniger“ ein Ergebnis.
  • M wie Messbar. Eine Zahl mit Startwert und Zielwert: von 88 auf 78 kg.
  • A wie Attraktiv. Willst du das wirklich? Jonas will wieder ohne Pause die Treppe in den vierten Stock schaffen; das Ziel ist seines, nicht das seines Arztes. Je nach Quelle auch Akzeptiert oder Ausführbar.
  • R wie Realistisch. Passt der Aufwand in dein Leben? 10 kg in zwölf Monaten sind 0,8 kg im Monat, das geht ohne Hungern. Manche Quellen: Relevant.
  • T wie Terminiert. Bis wann? Ein Datum, kein „bald“: 31.12.2027.

Das Akronym stammt von George T. Doran, veröffentlicht im November 1981 in der Management Review. Bei Doran standen die Buchstaben für Specific, Measurable, Assignable, Realistic und Time-related; Assignable hieß, dass klar ist, wer das Ziel verantwortet. Die heute übliche Lesart Specific, Measurable, Achievable, Relevant, Time-bound hat keinen einzelnen Urheber, und die deutschen Buchstaben füllt jede Quelle etwas anders. Oft vergessen: Doran schrieb ausdrücklich, dass nicht jedes Ziel alle fünf Kriterien erfüllen muss. SMART ist eine Prüfliste, kein Gesetz.

Schaubild „Ein Ziel, fünf Prüfungen“: links die vage Formulierung „Ich will abnehmen“, rechts das SMART-Ziel „10 kg abnehmen bis 31.12.2027, mit drei Trainingseinheiten pro Woche“, dazwischen fünf Zeilen S, M, A, R und T mit dem Satzteil, der das jeweilige Kriterium erfüllt: 10 kg, Startwert 88 kg und Zielwert 78 kg, die Treppe ohne Pause als Grund, 0,8 kg im Monat, 31.12.2027
Ein Ziel, fünf Prüfungen an Jonas' Satz. Jede Zeile zeigt, welcher Teil des Satzes das Kriterium erfüllt. Fehlt ein Teil im Satz, bleibt die Zeile leer, und meistens ist es der Startwert.

Warum SMART-Ziele wirken

Edwin A. Locke und Gary P. Latham haben untersucht, ob klare Ziele mehr bringen als gute Vorsätze: 1990 im Buch „A Theory of Goal Setting and Task Performance“, 2002 in einem Übersichtsartikel im American Psychologist. Der Kernbefund: Spezifische und anspruchsvolle Ziele führen zu besserer Leistung als vage Ziele oder „Gib dein Bestes“. Voraussetzung: Du stehst hinter dem Ziel, bekommst Rückmeldung und hast die Fähigkeit, es zu schaffen. Auf SMART übertragen: S und M liefern das Spezifische, T die Frist, und der Startwert macht Rückmeldung erst möglich. Jonas sieht jede Woche auf der Waage, ob 0,2 kg weniger da sind.

Was SMART nicht liefert, ist der nächste Schritt. Dafür hat Peter M. Gollwitzer 1999 im American Psychologist Wenn-dann-Pläne beschrieben, auf Englisch Implementation Intentions: „Wenn ich am Mittwoch um 18 Uhr die Wohnungstür aufschließe, ziehe ich die Laufschuhe an.“ Gollwitzer und Sheeran werteten 2006 in einer Metaanalyse 94 Studien aus und fanden einen mittleren bis großen Effekt. SMART formuliert das Ziel, der Wenn-dann-Plan den Schritt.

SMART-Ziele formulieren in fünf Schritten

Ziele setzen nach SMART geht am schnellsten in fester Reihenfolge, ein Buchstabe pro Schritt, jede Antwort ein Teil des Satzes. Wie du SMART-Ziele formulierst, zeigen die Beispiele in der Tabelle weiter unten für acht Bereiche.

  1. Ergebnis benennen (Spezifisch)

    Schreib das Ergebnis auf, nicht die Tätigkeit: nicht „mehr Sport machen“, sondern „10 kg leichter sein“.

  2. Zahl mit Startwert und Zielwert festlegen (Messbar)

    Miss den Startwert, schätz ihn nicht. Jonas wiegt sich an drei Morgen und nimmt den Mittelwert, 88 kg. Zielwert 78 kg.

  3. Prüfen, ob du es willst und kannst (Attraktiv)

    Würdest du das Ziel auch verfolgen, wenn niemand hinsieht? Und hast du Zeit, Geld, Wissen dafür? Jonas hat seinen Grund, die Treppe, und seinen Beitrag: Montag, Mittwoch und Samstag je eine Stunde.

  4. Aufwand gegen Zeit rechnen (Realistisch)

    Teil die Strecke durch die Zeit. 10 kg in zwölf Monaten sind 0,8 kg im Monat, machbar; 10 kg in acht Wochen wären 1,25 kg pro Woche, Jonas müsste hungern. Beim Geld: 3.000 € im Jahr sind 250 € im Monat oder 58 € pro Woche. Passt das nicht, verkleinere die Zahl oder verlängere die Frist.

  5. Datum setzen (Terminiert)

    Setz ein Kalenderdatum und rechne ab dem Monat, in dem du startest. Jonas beginnt am 1. Januar 2027 und nimmt den 31.12.2027; wer im September anfängt, hat bis Jahresende nur ein Quartal, dann wandert die Frist ins nächste Jahr. Dazu ein Zwischenstichtag: Am 31.03.2027 sollen 3 kg weg sein.

Ich erreiche [Ergebnis mit Zahl] bis [Datum], indem ich [Handlung pro Woche oder Tag].
Die Formel zum Kopieren, die einzige Vorlage, die du für SMART-Ziele brauchst. Für Jonas: Ich erreiche 78 kg (heute 88 kg) bis 31.12.2027, indem ich dreimal pro Woche trainiere und einmal pro Woche vorkoche.

Alle fünf Antworten ergeben zusammen diesen Satz. Sein dritter Teil, die Handlung pro Woche oder Tag, ist der Teil, den du direkt steuerst: Das Gewicht kannst du nicht beschließen, die drei Termine schon.

Wochen-Check in drei Zeilen

Jeden Sonntag, fünf Minuten. Erstens: die Zahl von heute (etwa 86,4 kg). Zweitens: Handlungen erledigt (zwei von drei Einheiten, eins von einem Meal Prep). Drittens: ein Satz, was nächste Woche anders läuft (Montagseinheit auf Dienstag legen, weil montags jetzt Spätschicht ist). Mehr braucht es nicht.

Übungen: drei vage Ziele SMART machen

SMART-Ziele formulieren lernst du am schnellsten durch Übungen. Drei vage Ziele vom Zettel mit Neujahrsvorsätzen: Deck die rechte Spalte ab, schreib deine Version nach der Formel und vergleich sie dann.

Vages ZielLösung nach der Formel
Mehr SportIch erreiche 5 km in 30 Minuten (heute 38 Minuten) bis 30.06.2027, indem ich dreimal pro Woche laufe.
Besser mit Geld umgehenIch erreiche eine Rücklage von 3.000 € (heute 0 €) bis 31.12.2027, indem ich am Monatsersten 250 € per Dauerauftrag beiseitelege.
Im Job weiterkommenIch erreiche die bestandene Ausbilderprüfung (AEVO, heute nicht angemeldet) bis 30.09.2027, indem ich dienstags und donnerstags 90 Minuten lerne.

Merkst du das Muster? Jede gute Zielformulierung hat eine Zahl mit Start und Ziel, ein Datum und einen Rhythmus; fehlt eines, ist der Satz eine Absicht. Die dritte Übung zeigt eine Grenze der Methode: Über eine Beförderung entscheidet jemand anderes, über die Prüfung du. Hängt ein Ziel von anderen ab, formulierst du den Teil in deiner Hand.

SMART-Ziele Beispiele für Beruf und privat: acht ausformulierte Ziele

Vier Beispiele aus dem Beruf, vier private, jede Zeile zuerst vage, dann als SMART-Ziel mit Startwert, Zielwert, Frist und Handlung. Tausch die Zahlen gegen deine aus, nicht die Struktur.

BereichVage FormulierungSMART-ZielStartwert → ZielwertFrist
Verkauf„mehr verkaufen“Quartalsumsatz von 40.000 € auf 50.000 € steigern bis 31.03.2027, durch zehn Erstgespräche pro Woche40.000 € → 50.000 €31.03.2027
Büro und Marketing„Newsletter verbessern“Öffnungsrate von 28 % auf 35 % erhöhen bis 30.06.2027, durch einen Betreffzeilen-Test je Ausgabe28 % → 35 %30.06.2027
Pflege„weniger Papierkram“Dokumentationszeit je Schicht von 90 auf 60 Minuten senken bis 31.03.2027, durch Umstellung auf das neue Formular ab Februar90 → 60 Minuten31.03.2027
Pädagogik und Kita„Eltern besser einbinden“Mit allen 20 Familien der Gruppe ein Entwicklungsgespräch führen bis 31.07.2027, zwei pro Monat ab September0 → 20 Gespräche31.07.2027
Gesundheit„abnehmen“10 kg abnehmen bis 31.12.2027 und das Gewicht bis 31.03.2028 halten, mit drei Trainingseinheiten pro Woche88 kg → 78 kg31.12.2027, halten bis 31.03.2028
Finanzen„sparen“Rücklage von 0 auf 3.000 € aufbauen bis 31.12.2027, durch 250 € Dauerauftrag am Monatsersten0 € → 3.000 €31.12.2027
Lernen„Spanisch lernen“Spanisch von A1 auf Niveau A2 bringen bis 31.12.2027, mit 20 Minuten pro Tag und einer Prüfung am EndeA1 → A231.12.2027
Lesen„mehr lesen“Zwölf Bücher lesen bis 31.12.2027, eines pro Monat, 10 Seiten pro Tag0 → 12 Bücher31.12.2027

Jedes Ziel in der dritten Spalte hat zwei Teile: vor dem Komma ein Ergebnis mit Zahl und Datum, dahinter eine Handlung mit Rhythmus. Der erste Teil ist das SMART-Ziel, der zweite schon der Anfang der Zielkette. Bei der Spanisch-Zeile lohnt ein Blick auf das R: 20 Minuten pro Tag sind im Jahr rund 120 Stunden, ob das für A2 reicht, klärst du beim Kursanbieter.

SMART-Ziele Beispiele privat

Was sind Beispiele für persönliche Ziele? Die vier unteren Zeilen: Gesundheit, Finanzen, Lernen und Lesen. Private Ziele brauchen denselben Aufbau wie berufliche: Im Job liefert jemand die Zahl und erinnert dich an das Ziel, privat musst du beides selbst tun. Deshalb fehlt bei privaten Zielen am häufigsten der Startwert. Wiegen, Kontostand abschreiben, Einstufungstest machen: Das macht aus einem Wunsch ein Ziel. Auch Ruhe („an fünf Abenden pro Woche nach 21 Uhr kein Bildschirm“) lässt sich so fassen; sie braucht keinen Zielwert, nur Rhythmus und Frist.

SMART-Ziele Beispiele für Arbeit, Pflege und Pädagogik

Welche Beispiele gibt es für SMART-Ziele in der Arbeit? Im Büro und Verkauf sind die Zahlen meist da: Umsatz, Anfragen, Öffnungsrate, Bearbeitungszeit. Wer den Quartalsumsatz auf 50.000 € bringen will, zählt nach vier Wochen die Erstgespräche, 40 sollten es sein. „Umsatz um 20 % steigern“ ohne Basiszahl ist keine Vereinbarung, sondern eine Hoffnung.

In Pflege und Pädagogik fehlt die Zahl oft, weil sich Arbeit mit Menschen nicht in Umsatz messen lässt, wohl aber in Zeit und Anzahl. Pflege: „Bis 31.03.2027 dauert die Übergabe zwischen Früh- und Spätschicht 15 statt 25 Minuten, durch eine feste Übergabeliste.“ Kita: „Bis 31.07.2027 hat jedes der 20 Kinder ein Portfolio mit mindestens sechs Einträgen.“ SMART wird dabei nur der zählbare Teil: Gespräche, Minuten, Einträge. Die pädagogische Substanz misst das Akronym nicht.

Häufige Fehler bei SMART-Zielen

Die meisten SMART-Ziele scheitern nicht an der Formulierung, sondern an sechs Fehlern.

  • Ziel ohne Startwert. „Mehr Kunden“ hat keine Basis. Wer nicht weiß, dass es heute 14 sind, kann kein Ziel setzen.
  • Frist ohne Zwischenstand. Das Datum 31.12. steht, aber niemand misst am 31.03. Dann fällt erst im Dezember auf, dass die Hälfte fehlt. Teil die Strecke durch vier.
  • Aufgabe statt Ergebnis. „Jeden Tag joggen“ ist eine Handlung; sie kann erfüllt sein, ohne dass sich etwas ändert. „5 km in 30 Minuten“ ist ein Ergebnis.
  • Zu viele SMART-Ziele gleichzeitig. Drei Jahresziele mit je drei Wochenterminen sind neun feste Termine pro Woche. Rechne das nach, bevor du ein viertes dazunimmst.
  • „Realistisch“ als Ausrede. Wer 2 kg als Jahresziel setzt, um sicherzugehen, hat kein Ziel, sondern eine Rundung. Locke und Latham fanden gerade bei anspruchsvollen Zielen mehr Leistung. Realistisch heißt machbar, nicht bequem.
  • Geschrieben und nie wieder angesehen. Ein SMART-Satz vom 2. Januar ist im März ein guter Vorsatz. Er wirkt nur mit dem Wochen-Check.

Ein Einwand aus der Forschung: Ordóñez, Schweitzer, Galinsky und Bazerman beschrieben 2009 in „Goals Gone Wild“, dass zu enge Zahlenziele den Blick verengen. 78 kg sind kein Erfolg, wenn Jonas dafür drei Wochen gefastet hat; darum steht „und halten“ im Satz. Schreib neben das Ziel, was es nicht kosten darf. Und SMART sagt nichts darüber, was du morgen früh tust. Dafür ist der Praxisteil da.

SMART vs. OKR, 12-Wochen-Jahr und Zielkette: was passt wann?

SMART ist kein Planungssystem, sondern eine Prüfung für einen Satz. Die anderen Methoden beantworten Fragen, die SMART nicht stellt: wie viele Ziele, welcher Rhythmus, was heißt das heute?

MethodeKernZeithorizontGeeignet fürMehr dazu
SMARTEin Ziel in einem Satz mit Zahl und Datum formulierenbeliebig, meist bis ein Jahrjedes einzelne Zieldiese Seite
OKREin Objective mit zwei bis fünf Key Resultsein QuartalZiele mit mehreren MessgrößenOKR-Methode, OKR-Software
12-Wochen-JahrZwölf Wochen statt zwölf Monate als Planungseinheitzwölf Wochenalle, denen das Jahr zu lang ist12-Wochen-Jahr
JahresplanungRichtung und ein bis drei Jahresziele festlegenein Jahrden Rahmen, bevor ein Ziel SMART wirdJahresplanung
ZielketteJahr, Quartal, Monat, Woche und Tag verbindenJahr bis Tagden Weg vom SMART-Satz zur heutigen HandlungZiele erreichen

Merksatz: SMART formuliert, OKR misst, die Zielkette verbindet. Ein SMART-Ziel kann das Jahresziel einer Zielkette sein, und ein gutes Key Result ist fast immer ein SMART-Ziel; wer lieber mit mehreren Messgrößen arbeitet, nimmt die OKR-Vorlage. Ein Unterschied bleibt: SMART verlangt Realistisch, ein OKR darf bewusst höher zielen.

SMART-Ziele in der Zielkette: vom Jahr bis zum Tag

Hier enden die Beispiellisten. In der Zielkette ist das SMART-Ziel das Jahresziel, und an keinem der 365 Tage steht in dem Satz, was jetzt zu tun ist. Darunter kommen vier Ebenen mit je einer Regel, hier an Jonas' Ziel, exakt wie die Kette im Zielpaket „Abnehmen“.

  1. Jahr = das SMART-Ziel selbst. „10 kg abnehmen und halten“, 88 auf 78 kg, bis 31.12.2027. Welches Ziel ins Jahr gehört, klärst du in der Jahresplanung.
  2. Quartal = ein Viertel des Weges oder ein Meilenstein. „3 kg abnehmen“. 10 kg durch vier sind 2,5 kg; Jonas rundet das erste Quartal auf 3 kg, weil der Anfang leichter fällt. Am 31.03.2027 sollten es 85 kg sein.
  3. Monat = die Zahl der Einheiten. „12 Trainingseinheiten schaffen“, also drei pro Woche in vier Wochen. Der Monat misst nicht das Gewicht, sondern die Arbeit; das Gewicht schwankt täglich.
  4. Woche = der Rhythmus. „3-mal Sport, 1-mal Meal Prep“: Montag, Mittwoch, Samstag Sport, Sonntag kochen. Das ist der Wenn-dann-Plan im Kalender.
  5. Tag = eine Handlung. „10.000 Schritte gehen“, etwas, das du heute abhaken kannst. Wie Tagesziele machbar bleiben, steht unter Tagesziele.

Die Ebene darunter macht die Ebene darüber wahrscheinlicher, nicht sicher; die Einheiten sind der Teil, den du steuerst. Im Beruf genauso: 50.000 € Quartalsumsatz sind zehn Erstgespräche pro Woche.

Leiter mit fünf Zeilen von Jahr bis Tag: Jahr 2027 „10 kg abnehmen und halten“ 42 %, Quartal Q1 2027 „3 kg abnehmen“ 55 %, Monat Januar „12 Trainingseinheiten schaffen“ 63 %, Woche KW 3 „3-mal Sport, 1-mal Meal Prep“ 71 %, Tag Heute „10.000 Schritte gehen“ 80 %. Jede Zeile hat einen Fortschrittsbalken in Blau bis Türkis und einen feinen senkrechten Strich für die vergangene Zeit des Zeitraums
Vom SMART-Ziel zum heutigen Schritt. Die Prozentwerte sind Beispielwerte. Der Balken zeigt den Anteil erledigter Ziele im Zeitraum, der feine Strich die Zeit, die davon schon vergangen ist. Liegt der Balken vor dem Strich, bist du im Plan.

Wie merkst du unterwegs, ob du im Plan liegst? Auf Papier mit dem Wochen-Check und einer Rechnung: Sind am 20. Januar acht von zwölf Einheiten erledigt, bist du bei 67 %, und 20 von 31 Tagen sind 65 % des Monats, also im Plan. In einer App, die SMART-Ziele bis zum Tag herunterbricht, entfällt die Rechnung, weil sie den Fortschritt je Zeitraum als Anteil der abgehakten Ziele bildet. Gaapp ist so gebaut: Jedes Tagesziel gehört zu einer Woche, jede Woche zu Monat, Quartal und Jahr, Wochen heißen wie im Kalender, etwa KW 37. Beim Abhaken wandert der Fortschritt nach oben, und ein feiner Strich zeigt, wie viel Zeit im Zeitraum vergangen ist. Liegt der Balken hinter dem Strich, weißt du das am Mittwoch, nicht erst am 31. Dezember.

Zwei Hinweise. Erstens: Gaapp hat keine Zahleneingabe je Ziel; Startwert und Zielwert gehören in den Titel des Ziels, etwa „88 auf 78 kg“. Zweitens: Du musst die Kette nicht selbst tippen. Die Zielvorlagen in der App legen mit dem Paket „Abnehmen“ genau diese Kette auf einmal an, ebenso für Finanzen, Lernen und Lesen; oder du beginnst mit deinem eigenen Jahresziel. Free reicht für ein Jahresziel; drei parallel gibt es in Pro für 15 € im Monat, 14 Tage kostenlos testen, Details auf der Preisseite. Die Methode hinter der Kette steht unter Ziele erreichen.

Häufige Fragen zu SMART-Zielen

Was ist mit SMART gemeint?

SMART ist eine Merkhilfe für fünf Kriterien, die ein gut formuliertes Ziel erfüllt: Spezifisch, Messbar, Attraktiv (je nach Quelle auch Akzeptiert oder Ausführbar), Realistisch und Terminiert. Das Akronym stammt von George T. Doran, der es 1981 in der Management Review veröffentlichte. Ein Ziel, das die fünf Kriterien erfüllt, heißt SMART-Ziel, zum Beispiel „10 kg abnehmen bis 31.12.2027, von 88 auf 78 kg, mit drei Trainingseinheiten pro Woche“.

Was sind die 5 SMART-Ziele?

Gemeint sind nicht fünf Ziele, sondern die fünf Kriterien eines einzigen Ziels: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert. Jedes Kriterium ist eine Prüffrage: was genau, woran gemessen, ob du es willst und kannst, ob es in deine Zeit passt und bis wann. Doran selbst schrieb, dass nicht jedes Ziel alle fünf erfüllen muss.

Wie formuliere ich SMART-Ziele richtig?

Geh die fünf Schritte in fester Reihenfolge durch: Ergebnis benennen, Startwert und Zielwert messen, prüfen, ob du es willst und kannst, Aufwand gegen Zeit rechnen, Datum setzen. Dann schreibst du alles in die Formel „Ich erreiche [Ergebnis mit Zahl] bis [Datum], indem ich [Handlung pro Woche oder Tag]“. Aus „sparen“ wird so „Ich erreiche eine Rücklage von 3.000 € (heute 0 €) bis 31.12.2027, indem ich am Monatsersten 250 € beiseitelege“. Setz zusätzlich mindestens einen Zwischentermin, sonst merkst du erst am letzten Tag, ob es gereicht hat.

Was sind Beispiele für persönliche Ziele?

Vier Beispiele aus der Tabelle oben: 10 kg abnehmen bis 31.12.2027 mit drei Trainingseinheiten pro Woche; eine Rücklage von 0 auf 3.000 € aufbauen mit 250 € am Monatsersten; Spanisch von A1 auf A2 bringen bis 31.12.2027 mit 20 Minuten pro Tag; zwölf Bücher lesen bis 31.12.2027 mit 10 Seiten pro Tag. Alle vier haben Startwert, Zielwert, Frist und Rhythmus. Persönliche Ziele brauchen das genauso wie berufliche, weil dich privat niemand an das Ziel erinnert und niemand die Zahl für dich misst.

Welche Beispiele gibt es für SMART-Ziele in der Pädagogik, Pflege und Kita?

In diesen Bereichen misst du in Zeit und Anzahl statt in Umsatz. Kita: „Mit allen 20 Familien der Gruppe ein Entwicklungsgespräch führen bis 31.07.2027, zwei pro Monat.“ Pädagogik: „Jedes der 20 Kinder hat bis 31.07.2027 ein Portfolio mit mindestens sechs Einträgen.“ Pflege: „Dokumentationszeit je Schicht von 90 auf 60 Minuten senken bis 31.03.2027, durch das neue Formular ab Februar.“

Gibt es SMART-Ziele als Arbeitsblatt oder PDF?

Du brauchst keins. Die Formel „Ich erreiche [Ergebnis mit Zahl] bis [Datum], indem ich [Handlung pro Woche oder Tag]“ ist das ganze Arbeitsblatt. Kopier sie in eine Notiz und füll die Klammern. Die Tabelle mit den acht Beispielen zeigt die fünf Spalten, die ein Arbeitsblatt hätte. Wer das Ziel darüber hinaus bis zum heutigen Schritt herunterbrechen und den Fortschritt sehen will, legt es als Jahresziel in der App an. Dort gibt es fertige Zielvorlagen, etwa für Abnehmen, Finanzen, Lernen und Lesen.

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